Schimmel nach Dämmung vermeiden: Die ganze Wahrheit über Feuchtigkeit und Dämmung

„Macht Dämmung Schimmel?“ Diese Frage hören wir bei Kematherm fast täglich. Die Sorge ist verständlich – im Internet kursieren Horrorgeschichten von verschimmelten Wänden nach Dämmmaßnahmen. Doch was ist dran an diesem Mythos? Die kurze Antwort: Professionell ausgeführte Dämmung verhindert Schimmel, anstatt ihn zu verursachen. Falsche oder unsachgemäße Dämmung kann allerdings tatsächlich Probleme schaffen.

In diesem Ratgeber klären wir auf: Wie entsteht Schimmel wirklich, warum hochwertige Dämmung vor Schimmel schützt, welche Fehler vermieden werden müssen und was Sie als Hausbesitzer beachten sollten. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Wärmedämmung kennen wir die Bauphysik und wissen, worauf es ankommt.

 

Der Schimmel-Mythos: Woher kommt die Angst vor Dämmung

Die Angst vor Schimmel nach Dämmmaßnahmen ist nicht aus der Luft gegriffen – sie basiert auf realen Einzelfällen, die jedoch meist auf handwerkliche Fehler oder falsche Ausführung zurückzuführen sind.

Medienberichte und ihre Wirkung: Sensationsberichte über verschimmelte Häuser nach Dämmung prägen sich ein. Was dabei oft verschwiegen wird: In den meisten Fällen wurde unsachgemäß gearbeitet, zu dünn gedämmt oder das falsche Material verwendet. Qualitätvolle Dämmung wird nicht erwähnt, weil sie einfach funktioniert – das ist keine Schlagzeile wert.

Einzelfälle von Pfusch-Dämmung: Tatsächlich gibt es Fälle, in denen nach Dämmmaßnahmen Schimmel auftrat. Die Ursachen sind jedoch nicht die Dämmung selbst, sondern:

      • Unzureichende Dicke der Dämmschicht

      • Lücken und Wärmebrücken in der Dämmung

      • Kombination neuer Fenster mit ungedämmten Wänden

      • Mangelnde Anpassung des Lüftungsverhaltens

      • Vorhandene, nicht behobene Feuchtigkeitsschäden


    Die wissenschaftliche Wahrheit
    : Zahlreiche Studien belegen eindeutig: Fachgerecht ausgeführte Dämmung reduziert das Schimmelrisiko erheblich. Eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik zeigt, dass die Oberflächentemperaturen an Innenwänden durch Dämmung um durchschnittlich 6 bis 8 Grad steigen – wodurch Kondensation und damit Schimmelbildung praktisch ausgeschlossen werden.

    Video: Erfahrungsbericht von Petra Kluge aus Magdeburg

    Aus der Praxis: Petra Kluge aus Magdeburg berichtet

    In diesem authentischen Video erzählt Petra Kluge von ihren Erfahrungen mit massivem Schimmelbefall in ihrer Wohnung. Die Außenwand war großflächig mit Schimmel besetzt – und das lag nicht am falschen Lüften oder schlechter Heizung, sondern an der fehlenden Isolierung im Dachbereich.

    „Die Außenwand von dieser Wohnung hier, in der ich lebe, die war mit Schimmel voll besetzt, also wirklich riesengroß“, berichtet Frau Kluge. „Und das war nicht das Ergebnis von falschem Lüften oder von schlechter Heizung, sondern tatsächlich wegen der fehlenden Isolierung im Dachbereich.“

    Die Diagnose durch Wärmebildkamera: Erst eine professionelle Thermografie-Aufnahme brachte Klarheit. Die Wärmebildkamera zeigte deutlich die mangelnde Isolierung und die daraus resultierenden kalten Wandbereiche – perfekte Bedingungen für Schimmelbildung.

    Die professionelle Lösung: Kematherm analysierte die Situation vor Ort und entwickelte einen klaren Sanierungsplan. Im Dachbereich wurden zwei Öffnungen eingelassen, durch die das Dämmmaterial fachgerecht eingebracht wurde. Anschließend wurden die Öffnungen wieder sorgfältig verschlossen.

    „Die Mitarbeiter, die dann hierher kamen, die haben nach meinem Gefühl her unheimlich strukturiert und schnell das Ganze auch abgearbeitet“, erzählt Frau Kluge über die Ausführung. Besonders beeindruckt war sie von der Sauberkeit: „Was mir besonders an der Zusammenarbeit mit Kematherm gefallen hat, ist dass das Dach oben so 1A wieder ist und dass keinerlei Arbeitsrückstände von den Arbeiten sind.“

    Das Ergebnis überzeugt: „Innerhalb von kurzer Zeit war sichtbar, dass die Wand nicht mehr durchfeuchtet und sich das Ganze ablüftet und der Schimmel verschwindet“, freut sich Petra Kluge. Ihr Fazit nach der Sanierung: „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Für mich ist das wahre Qualitätsarbeit, was da geleistet wurde. Das Ergebnis ist, dass der Schaden 100-prozentig behoben ist.“

    Petra Kluges Fall zeigt exemplarisch, wie wichtig die richtige Diagnose ist. Nicht jeder Schimmel entsteht durch falsches Lüftungsverhalten. Oft sind bauliche Mängel wie fehlende oder unzureichende Dämmung die Ursache. Eine professionelle Analyse mit Wärmebildkamera und die anschließende fachgerechte Dämmung lösen das Problem dauerhaft – nicht nur oberflächlich, sondern an der Wurzel.

     

    Wie entsteht Schimmel überhaupt

    Um Schimmel zu verstehen und zu vermeiden, müssen wir die Grundlagen kennen. Schimmel ist ein Pilz, der drei Voraussetzungen gleichzeitig benötigt:

    1. Feuchtigkeit

    Die relative Luftfeuchtigkeit an der Wandoberfläche muss dauerhaft über 70 Prozent liegen. Ab 80 Prozent wächst Schimmel besonders schnell.

    2. Nährstoffe

    Schimmelpilze benötigen organisches Material. Das finden sie auf Tapeten, in Kleister, auf Holz oder Gipskarton. Selbst Staub kann ausreichen.

    3. Temperatur

    Schimmel wächst bei 10 bis 40 Grad Celsius, optimal bei etwa 20 Grad – also genau bei Raumtemperatur.

    Fehlt eine dieser drei Bedingungen, kann sich Schimmel nicht entwickeln oder ausbreiten.

    Kritische Stellen im Haus:

    • Außenwandecken (geometrische Wärmebrücken)
    • Fensterlaibungen und Rollladenkästen
    • Übergänge zwischen Wand und Decke
    • Badezimmer ohne ausreichende Lüftung
    • Schlafzimmer (hohe Feuchtigkeit durch Atmung)
    • Möbel direkt an kalten Außenwänden


    In ungedämmten Häusern sind besonders die Außenwände kritisch. Ihre Oberflächentemperatur liegt oft nur bei 12 bis 14 Grad, während die Raumluft 20 Grad warm ist. An diesen kalten Flächen kondensiert Feuchtigkeit aus der Luft – perfekte Bedingungen für Schimmel.

     

    Warum gute Dämmung Schimmel verhindert

    Die bauphysikalischen Zusammenhänge sind eindeutig: Professionelle Dämmung ist die wirksamste Schimmelprävention.

    Die Situation ohne Dämmung:

    • Außenwand innen hat nur 12 Grad Oberflächentemperatur
    • Warme Raumluft (20 Grad, 50 Prozent relative Feuchte) trifft auf kalte Wand
    • Die Luft kühlt ab und kann weniger Feuchtigkeit halten
    • Feuchtigkeit kondensiert an der Wand
    • Relative Luftfeuchte an der Wandoberfläche steigt auf über 80 Prozent
    • Schimmel findet ideale Bedingungen


    Die Situation mit professioneller Dämmung
    :

    • Außenwand innen hat jetzt 18 bis 19 Grad Oberflächentemperatur
    • Nur minimaler Temperaturunterschied zur Raumluft
    • Keine Kondensation, da die Wand warm bleibt
    • Relative Luftfeuchte an der Wand bleibt unter 60 Prozent
    • Schimmelwachstum ist bauphysikalisch ausgeschlossen


    Der Taupunkt-Effekt
    : Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und Kondensation einsetzt. Durch Dämmung verschiebt sich der Taupunkt von der Innenwandoberfläche in die Dämmschicht – also nach außen, wo die Feuchtigkeit keinen Schaden anrichtet.

    Eine Beispielrechnung: Bei 20 Grad Raumtemperatur und 50 Prozent relativer Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei etwa 9,3 Grad. Eine ungedämmte Außenwand mit 12 Grad Innenoberflächentemperatur liegt gefährlich nah am Taupunkt. Eine gedämmte Wand mit 18 Grad ist weit davon entfernt.

     

    Wann entsteht Schimmel trotz Dämmung

    Wenn nach Dämmmaßnahmen doch Schimmel auftritt, liegt das an vermeidbaren Fehlern:

    Zu dünne Dämmung: Wird aus Kostengründen zu wenig Dämmstoff eingebracht, reicht die Verbesserung der Oberflächentemperatur nicht aus. Die Wand bleibt zu kalt.

    Lücken in der Dämmung: Bei Einblasdämmung kann unvollständiges Befüllen zu lokalen Kältebrücken führen. An diesen Stellen kondensiert Feuchtigkeit. Professionelle Betriebe kontrollieren die vollständige Befüllung endoskopisch.

    Wärmebrücken: Nicht fachgerecht ausgeführte Anschlüsse, Durchdringungen oder Übergänge zwischen gedämmten und ungedämmten Bereichen schaffen Schwachstellen.

    Luftundichtheit: Wenn warme, feuchte Raumluft durch Ritzen in die Dämmschicht gelangt (Konvektion), kann sie dort abkühlen und Feuchtigkeit abgeben. Dampfbremsen und luftdichte Ausführung sind essentiell.

    Vermeidung: Beauftragen Sie ausschließlich zertifizierte Fachbetriebe mit nachweislicher Erfahrung. Kematherm dokumentiert jede Dämmmaßnahme mit Endoskopie-Aufnahmen und garantiert lückenlose Befüllung.

    Dies ist der häufigste Grund für Feuchteprobleme nach Dämmung:

    Das Problem: Vor der Dämmung waren alte Fenster oft undicht. Durch die permanenten kleinen Ritzen fand ein unkontrollierter, aber kontinuierlicher Luftaustausch statt – eine „automatische Lüftung“. Nach dem Einbau neuer, dichter Fenster oder nach einer Dämmung ist das Haus plötzlich sehr luftdicht. Die Feuchtigkeit, die täglich durch Kochen, Duschen, Wäsche trocknen und einfach durch Atmung entsteht, muss jetzt aktiv nach draußen gelüftet werden.

    Die Zahlen: Ein 4-Personen-Haushalt produziert täglich 10 bis 12 Liter Wasserdampf. Diese enorme Menge muss nach außen abtransportiert werden, sonst steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum gefährlich an.

    Die Lösung: Anpassung des Lüftungsverhaltens. Dazu gleich mehr im Detail.

    Ein klassischer Fehler mit fatalen Folgen:

    Die Situation: Hausbesitzer tauschen alte, undichte Fenster gegen neue, dichte Fenster aus – lassen aber die Außenwände ungedämmt. Die Fenster sind jetzt die wärmste Stelle in der Außenwand, die kalte Wand wird zum Kondensationspunkt.

    Das Ergebnis: Die Feuchtigkeit, die früher durch undichte Fenster entwichen ist, kondensiert jetzt an den kalten Wänden neben den warmen Fenstern. Schimmel entsteht.

    Die Regel: Fenster und Wanddämmung gehören zusammen. Wer neue Fenster einbaut, sollte zeitnah auch die Wände dämmen – oder zumindest das Lüftungsverhalten drastisch anpassen.

    Manchmal liegt das Problem nicht an der Dämmung, sondern an baulichen Mängeln:

    Undichtes Dach: Wenn Wasser von oben eindringt, kann auch die beste Dämmung nichts ausrichten.

    Defekte Regenrinnen: Überlaufendes Wasser läuft an der Fassade herunter und kann in Risse eindringen.

    Aufsteigende Feuchte: Bei fehlender oder defekter Horizontalsperre kann Feuchtigkeit aus dem Erdreich in die Wände aufsteigen.

    Risse in der Fassade: Haarrisse im Außenputz oder zwischen Steinen ermöglichen das Eindringen von Schlagregen.

    Checkliste vor der Dämmung:

    • Dach auf Dichtheit prüfen
    • Regenrinnen und Fallrohre kontrollieren
    • Fassade auf Risse untersuchen
    • Feuchtigkeitsmessung an kritischen Stellen
    • Horizontalsperre im Keller prüfen


    Kematherm führt vor jeder Dämmmaßnahme eine Feuchtigkeitsmessung durch. Bei erhöhten Werten wird die Ursache ermittelt und zunächst behoben, bevor gedämmt wird.

    Richtiges Lüften nach der Dämmung: Der entscheidende Faktor

    Ohne Anpassung des Lüftungsverhaltens kann selbst die beste Dämmung zu Problemen führen. Hier die praktische Anleitung:

    Die Grundregel: Stoßlüften statt Dauerkippen

    Richtig: Stoßlüften

    • Fenster für 5 bis 10 Minuten (Winter) bzw. 10 bis 20 Minuten (Sommer) weit öffnen
    • Idealerweise Durchzug schaffen (gegenüberliegende Fenster öffnen)
    • Heizung währenddessen herunterdrehen
    • 3 bis 4 Mal täglich


    Falsch: Dauerlüften durch Kippfenster

    • Fenster dauerhaft gekippt: Energieverschwendung ohne ausreichenden Luftaustausch
    • Fensterlaibungen kühlen stark ab und werden zu Kältebrücken
    • Gefahr von Schimmel direkt am Fenster
    • Bis zu 200 Euro jährliche Mehrkosten durch Wärmeverlust

     

    Wann sollten Sie lüften

    Feste Lüftungszeiten:

    • Morgens nach dem Aufstehen (Schlafzimmer besonders wichtig)
    • Mittags oder am frühen Nachmittag
    • Abends vor dem Schlafengehen


    Zusätzlich immer nach
    :

    • Duschen oder Baden (Badezimmertür geschlossen halten und direkt lüften)
    • Kochen (Dunstabzugshaube nutzen und zusätzlich lüften)
    • Wäsche waschen oder trocknen in der Wohnung
    • Sport oder anderen schweißtreibenden Tätigkeiten

     

    Luftfeuchtigkeit messen und kontrollieren

    Ein Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser) ist eine sinnvolle Investition von etwa 10 bis 20 Euro:

    Ideale Werte:

    • 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit im Wohnbereich
    • 50 bis 70 Prozent im Badezimmer (nach Lüften)
    • 40 bis 55 Prozent im Schlafzimmer


    Alarmstufe
    :

    • Über 65 Prozent über längere Zeit: Schimmelgefahr
    • Über 70 Prozent: Akute Gefahr, sofort lüften


    Messen Sie an verschiedenen Stellen, besonders an Außenwänden und in Ecken. Dort ist die Luftfeuchtigkeit oft höher als in Raummitte.

     

    Alternative: Kontrollierte Wohnraumlüftung

    Wer nicht ständig an Lüftungszeiten denken möchte, kann eine Lüftungsanlage installieren:

    Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (KWL):

    • Lüftet automatisch rund um die Uhr
    • Gewinnt 80 bis 95 Prozent der Wärme zurück
    • Filtert Pollen und Feinstaub
    • Konstante optimale Luftfeuchtigkeit
    • Kosten: 5.000 bis 15.000 Euro (abhängig von Hausgröße)
    • Amortisation durch Energieeinsparung nach 15 bis 20 Jahren


    Besonders bei Neubauten oder umfassenden Sanierungen ist eine KWL sinnvoll. Sie garantiert optimales Raumklima ohne manuellen Aufwand.

     

    Kematherm-Qualität: So vermeiden wir Schimmel garantiert

    Bei Kematherm hat Schimmelprävention oberste Priorität. Unsere Qualitätsstandards basieren auf über 30 Jahren Erfahrung:

    Nicht alle Dämmstoffe sind gleich. Kematherm setzt auf Materialien mit optimalen bauphysikalischen Eigenschaften:

    Mineralwolle (Steinwolle, Glaswolle):

    • Diffusionsoffen: Wasserdampf kann durch das Material diffundieren
    • Hydrophob: Wasserabweisend, nimmt keine Feuchtigkeit auf
    • Nicht-organisch: Kein Nährboden für Schimmel
    • Kapillaraktiv: Kann geringe Feuchtigkeitsmengen aufnehmen und wieder abgeben
    • Nicht brennbar (Baustoffklasse A1)


    Diese Eigenschaften machen Mineralwolle zum idealen Material für Einblasdämmung, besonders bei zweischaligem Mauerwerk.

    Keine Cellulose: Kematherm verwendet bewusst keine Cellulose, da diese organisch ist und bei Feuchtigkeit Schimmelwachstum begünstigen kann.

    Keine Perlite: Auch Perlite kommt nicht zum Einsatz, da andere Materialien bessere Eigenschaften für dauerhaften Feuchteschutz bieten.

    Jede Lücke in der Dämmung ist eine potenzielle Schwachstelle:

    Endoskopische Kontrolle: Vor und nach der Dämmung inspizieren wir den Hohlraum mit einer Endoskopkamera. So dokumentieren wir die vollständige, lückenlose Befüllung.

    Dichtemessung: Die eingebrachte Menge wird präzise dokumentiert. So wissen wir, dass die erforderliche Dichte erreicht wurde.

    Keine Wärmebrücken: Besondere Aufmerksamkeit gilt Anschlüssen, Ecken und Durchdringungen – typische Schwachstellen werden gezielt vermieden.

    Vor jeder Dämmmaßnahme prüfen wir die Bausubstanz:

    Feuchtigkeitsmessung: Mit professionellen Messgeräten wird die Wandfeuchtigkeit an mehreren Punkten gemessen.

    Ursachenforschung bei Auffälligkeiten: Erhöhte Feuchte hat immer eine Ursache. Diese muss erst behoben werden, bevor gedämmt wird.

    Keine Dämmung feuchter Wände: Diese Grundregel ist eisern. Eine feuchte Wand muss erst trocknen und die Ursache behoben sein.

    Technik allein reicht nicht – das Nutzerverhalten ist entscheidend:

    Persönliche Lüftungsberatung: Jeder Kunde erhält eine ausführliche Einweisung zum richtigen Lüften nach der Dämmung.

    Schriftlicher Leitfaden: Zusätzlich gibt es einen Lüftungs-Ratgeber mit konkreten Tipps speziell für gedämmte Häuser.

    Nachbetreuung: Bei Fragen oder Unsicherheiten sind wir auch nach Abschluss der Arbeiten für Sie da.

    Hygrometer-Empfehlung: Wir empfehlen die Anschaffung eines Luftfeuchtigkeitsmessers und erklären die Interpretation der Werte.

    Qualität bedeutet auch, zu seinem Wort zu stehen:

    Gesetzliche Gewährleistung: 5 Jahre auf alle Arbeiten

    Nachbesserung: Bei berechtigten Mängeln erfolgt kostenlose Nachbesserung

    Versicherungsschutz: Umfassende Betriebshaftpflicht für alle Eventualitäten

    Checkliste: Schimmel-sicher dämmen

    Nutzen Sie diese Checkliste, um sicherzustellen, dass Ihre Dämmung schimmelfrei bleibt:

    Vor der Dämmung:

    • Zertifizierten Fachbetrieb mit Referenzen wählen
    • Bausubstanz auf Feuchtigkeit prüfen lassen
    • Dach, Regenrinnen und Fassade auf Dichtheit kontrollieren
    • Fenster in gutem Zustand oder zeitnah erneuern
    • Lüftungskonzept besprechen
    • Hygrometer anschaffen


    Während der Dämmung
    :

    • Vollständige Befüllung durch Endoskopie dokumentieren lassen
    • Fotodokumentation der Arbeiten anfordern
    • U-Wert-Nachweis für Fördermittel erhalten
    • Lüftungsberatung in Anspruch nehmen


    Nach der Dämmung
    :

    • Lüftungsverhalten sofort anpassen (3-4x täglich Stoßlüften)
    • Luftfeuchtigkeit regelmäßig messen (unter 60 Prozent halten)
    • Möbel mit 10-15 cm Abstand zur Außenwand aufstellen
    • Räume gleichmäßig beheizen (mindestens 18 Grad)
    • Bei Unsicherheiten: Fachbetrieb kontaktieren
    • Nach 4-6 Wochen: Optional Thermografie zur Qualitätskontrolle

     

    Was tun bei Schimmel nach der Dämmung

    Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Schimmel auftreten, ist schnelles und richtiges Handeln wichtig:

     

    Schritt 1: Ursache identifizieren

    Bevor Sie Schimmel entfernen, müssen Sie verstehen, warum er entstanden ist:

    Thermografie: Eine Wärmebildkamera zeigt sofort, wo die Wand kälter ist als sie sein sollte. Kematherm bietet diesen Service an.

    Lüftungsverhalten überprüfen: Lüften Sie wirklich ausreichend (3-4x täglich, 5-10 Minuten Stoßlüftung)?

    Luftfeuchte messen: Liegt sie dauerhaft über 60 Prozent?

    Möblierung prüfen: Stehen große Schränke direkt an der Außenwand und verhindern die Luftzirkulation?

    Außenfeuchtigkeit ausschließen: Gibt es Risse, undichte Stellen oder andere Wege, wie Wasser von außen eindringen könnte?

     

    Schritt 2: Schimmel fachgerecht entfernen

    Kleine Flächen (unter 0,5 m²):

    • Können Sie selbst behandeln
    • Mit 70-prozentigem Alkohol oder speziellem Schimmelentferner
    • Mehrfach wiederholen
    • Gründlich lüften während der Behandlung
    • Atemschutz und Handschuhe tragen


    Größere Flächen
    :

    • Unbedingt Fachfirma beauftragen
    • Professionelle Schimmelentfernung mit geeigneten Mitteln
    • Eventuell Tapete oder Putz entfernen
    • Ursache muss parallel behoben werden


    Niemals
    : Einfach überstreichen oder Tapete drüberkleben. Der Schimmel kommt unter der neuen Schicht wieder.

     

    Schritt 3: Ursache dauerhaft beheben

    Bei Dämmungsmängeln:

    • Kontaktieren Sie den ausführenden Betrieb (Gewährleistung)
    • Kematherm bessert nachweisliche Mängel kostenlos nach
    • Lücken werden nachträglich gefüllt
    • Wärmebrücken werden gezielt beseitigt


    Bei falschem Lüftungsverhalten
    :

    • Lüftungsplan erstellen und konsequent einhalten
    • Eventuell Lüftungsanlage installieren
    • Luftentfeuchter in besonders kritischen Räumen


    Bei baulichen Mängeln
    :

    • Dach abdichten
    • Regenrinnen reparieren
    • Fassadenrisse verschließen
    • Horizontalsperre erneuern

     

    Schritt 4: Prävention für die Zukunft

    Schimmelresistente Farbe: Silikatfarbe enthält keine organischen Bestandteile und bietet keinen Nährboden für Schimmel.

    Dauerhaft messen: Hygrometer permanent in kritischen Räumen platzieren und regelmäßig kontrollieren.

    Lüftungsroutine: Feste Zeiten im Tagesablauf verankern, damit Lüften nicht vergessen wird.

    Jährlicher Check: Besonders in den ersten Jahren nach Dämmung sollten kritische Stellen (Außenecken, Fensterlaibungen) regelmäßig visuell kontrolliert werden.

     

    Häufig gestellte Fragen zu Schimmel und Dämmung

    Nein. Professionell ausgeführte Dämmung verhindert Schimmel, indem sie Wandoberflächen warm hält und Kondensation vermeidet. Nur unsachgemäße Dämmung oder falsches Lüftungsverhalten können zu Problemen führen.

    Ja, unbedingt. Nach der Dämmung ist Ihr Haus dichter. Sie müssen aktiv lüften: 3-4x täglich für 5-10 Minuten Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern.

    Mit einem Hygrometer. Liegt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 60 Prozent, müssen Sie mehr lüften. Ab 70 Prozent besteht akute Schimmelgefahr.

    Nur wenn das Lüftungsverhalten nicht angepasst wird. Vor der Dämmung haben undichte Fenster automatisch gelüftet. Diese „Lüftung“ muss jetzt durch bewusstes Stoßlüften ersetzt werden.

    Beides zusammen ist ideal. Dämmung verhindert kalte Wände (Hauptursache für Schimmel), eine Lüftungsanlage garantiert konstanten Luftaustausch. Dämmung allein mit richtigem Lüften reicht aber völlig aus.

    Mineralwolle (Steinwolle, Glaswolle) ist optimal: diffusionsoffen, nicht-organisch, hydrophob. Kematherm verwendet ausschließlich diese Materialien – keine Cellulose, keine Perlite.

    Bei Petra Kluge war bereits nach kurzer Zeit sichtbar, dass die Wand nicht mehr durchfeuchtete und der Schimmel verschwand. Typischerweise innerhalb von 4-8 Wochen, wenn die Ursache (kalte Wand) behoben ist.

    Ein Luftentfeuchter ist eine Notlösung für besonders kritische Räume, ersetzt aber nicht die Dämmung und richtiges Lüften. Er verbraucht zudem Strom und behebt nicht die Ursache.

    Fazit: Richtige Dämmung ist die beste Schimmelprävention

    Die Angst vor Schimmel nach Dämmung ist unbegründet – sofern professionell gearbeitet wird. Die wissenschaftlichen Fakten sind eindeutig: Hochwertige, fachgerecht ausgeführte Dämmung erhöht die Wandoberflächentemperaturen, verhindert Kondensation und reduziert das Schimmelrisiko drastisch.

    Entscheidend sind drei Faktoren: die richtige Materialwahl (diffusionsoffen, nicht-organisch), lückenlose Ausführung durch zertifizierte Fachbetriebe und angepasstes Lüftungsverhalten der Bewohner. Wenn diese drei Punkte stimmen, ist Schimmel nach Dämmung praktisch ausgeschlossen.

    Petra Kluges Erfahrung zeigt es deutlich: „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Für mich ist das wahre Qualitätsarbeit, was da geleistet wurde. Das Ergebnis ist, dass der Schaden 100-prozentig behoben ist.“ Ihre großflächig mit Schimmel besetzte Außenwand – verursacht durch fehlende Isolierung – wurde durch professionelle Dämmung dauerhaft saniert.

    Mit über 30 Jahren Erfahrung, eigenen geschulten Fachkräften und höchsten Qualitätsstandards garantiert Kematherm Halberstadt schimmelfreie Dämmung. Von der Feuchtigkeitsmessung vor den Arbeiten über die endoskopisch kontrollierte Ausführung bis zur umfassenden Lüftungsberatung – Sie sind in sicheren Händen.

    Haben Sie Sorgen wegen Schimmel in Ihrem Haus oder Fragen zur richtigen Dämmung? Kontaktieren Sie Kematherm für eine kostenlose, unverbindliche Beratung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Zuhause dauerhaft vor Feuchtigkeit und Schimmel schützen – bundesweit, mit der Qualität und Zuverlässigkeit eines Familienunternehmens aus Sachsen-Anhalt.

    Kematherm Halberstadt GmbH – Ihr Spezialist für schimmelfreie Wärmedämmung. Über 30 Jahre Erfahrung, diffusionsoffene Markenmaterialien, lückenlose Qualitätskontrolle. Ausgezeichnet mit der Grünen Hausnummer Sachsen-Anhalt.