Brandschutztechnische Ertüchtigung · Bestandsdecken

Brandschutz für
Ziegelhohlstein­decken

Wenn Ziegelhohlsteindecken im Bestand den geforderten Feuerwiderstand nicht erreichen oder nicht nachweisbar sind.
Mineralischer Brandschutzputz – F90 bereits bei 25 mm und nur ca. 5–6 kg/m² Zusatzlast.
KlasseF30KlasseF60KlasseF90
Antwort i. d. R. innerhalb 48 h · kostenfrei & unverbindlich
F90 bereits bei 25 mm
Nur ca. 5–6 kg/m² Zusatzlast
Mineralisch · nichtbrennbar (A1)
Bundesweit seit 1991
Das Problem

Warum Ziegelhohlsteindecken heute häufig brandschutztechnisch ertüchtigt werden müssen

Ziegelhohlsteindecken stammen überwiegend aus dem Bestand. Für viele dieser Decken existiert kein gültiger Brandschutznachweis – die größte Herausforderung ist jedoch die Konstruktion selbst. Die Unterseite besteht aus Hohlziegeln: Bohrungen sind nur sehr eingeschränkt möglich, Befestigungen halten häufig nicht ausreichend und die Ziegeluntersichten können beschädigt werden.
Schwere Bekleidungen und klassische Plattensysteme sind deshalb oft nicht umsetzbar – zumal die vorhandenen statischen Reserven meist begrenzt sind.
Brandschutznachweis für die Bestandsdecke fehlt
Hohlziegel-Untersicht: Bohrungen sind nur sehr eingeschränkt möglich
Befestigungen halten in den Hohlziegeln häufig nicht ausreichend
Plattensysteme & schwere Bekleidungen sind an der Ziegeluntersicht oft nicht umsetzbar
Begrenzte Tragreserven erlauben keine schweren Zusatzlasten
Feuerwiderstand F30, F60 oder F90 wird nicht erreicht

Die eigentliche Herausforderung: die Befestigung

Die Bestandsdecke soll erhalten bleiben – und trotzdem eine definierte Feuerwiderstandsdauer erreichen. Klassische Plattensysteme und abgehängte Brandschutzbekleidungen scheitern an Ziegelhohlsteindecken häufig schon an der Befestigung: Dübel und Anker finden in den dünnwandigen Hohlziegeln keinen zuverlässigen Halt, und die Ziegel können dabei beschädigt werden.
Die Lösung

Brandschutzertüchtigung von Ziegelhohlsteindecken mit mineralischem Brandschutzputz

Genau hier liegt die Stärke des mineralischen Brandschutzputzes: Er haftet vollflächig im Spritzverfahren – ohne Unterkonstruktion, ohne flächige Befestigung und damit ohne Bohrungen in den Hohlziegeln.
Die gereinigte Deckenkonstruktion wird mit systemzugelassenem Haftgrund grundiert. Anschließend wird der Putz nass in nass im KEMATHERM-Spritzverfahren aufgetragen – die vorhandene Deckengeometrie bleibt vollständig erhalten.
Für die Feuerwiderstandsklasse F-90 genügen bereits 25 mm. Mit einem Flächengewicht von nur ca. 5–6 kg/m² bei F-90 bleibt die Zusatzlast auf die Bestandskonstruktion sehr gering – entscheidend bei begrenzten Tragreserven.

Nichtbrennbar A1Ohne Bohrungen & DübelNur ca. 5–6 kg/m²Keine schwere Unterkonstruktion

Bestandsdecke aus Ziegelhohlsteinen vor der Ertüchtigung

Jegliche Formen und Applikationen

Der Spritzauftrag folgt der vorhandenen Deckengeometrie.
Gewölbe, Voutungen und Anschlüsse werden ohne aufwendige Abhängung erfasst.

Auch für integrierte Stahlbauteile

Sind innerhalb der Deckenkonstruktion Stahlträger vorhanden, können diese nach Anforderung mit demselben mineralischen System beschichtet und gemeinsam ertüchtigt werden.
Systemdaten

Systemdaten für Ziegelhohlsteindecken

Werte gemäß KEMATHERM-Datenblatt „Deckenkonstruktionen“ (Mineralfaser-Brandschutzputz DOSSOLAN Thermique, allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-19.16-345).
Schichtdicke F-90

25 mm

Putzdicke für die Feuerwiderstandsklasse F-90-A.
Flächengewicht

5–6 kg/m²

Sehr geringe Zusatzlast auf die Bestandsdecke bei F-90.
Rohdichte

ca. 250 kg/m³

Geringe Rohdichte des mineralischen Brandschutzputzes.
FeuerwiderstandsklasseSchichtdicke
F-3015 mm
F-6020 mm
F-9025 mm
Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-19.16-345 (DIBt) gilt für Bauteile aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton. Die konkrete Nachweisführung für Ihre Deckenkonstruktion stimmen wir projektbezogen mit Planer, Prüfingenieur und Sachverständigem ab.
So funktioniert's

Von der Bestandsdecke zur nachweisfähigen Brandschutzlösung

01

Bestand aufnehmen

Deckenkonstruktion, vorhandene Nachweise und geforderte Feuerwiderstandsklasse werden erfasst und bewertet.
02

Schützen & reinigen

Fenster und Einrichtungsgegenstände werden geschützt, die Deckenkonstruktion wird gereinigt.
03

Grundieren

Die gereinigte Decke wird mit systemzugelassenem Haftgrund grundiert – die Basis für den Verbund.
04

Spritzauftrag & Finish

Auftrag nass in nass im Spritzverfahren, Nachglätten der Anschlüsse, Oberflächennachbehandlung mit der Rolle – inklusive Schichtdickenkontrolle und Dokumentation.
Projekt anfragen · in 2 Minuten

Ihre Projektanfrage – in wenigen Schritten

Beantworten Sie ein paar kurze Fragen zu Ihrer Deckenkonstruktion. Wir melden uns mit einer fachlichen Ersteinschätzung.
Schritt 1 von 812 %

Warum beschäftigen Sie sich aktuell mit der Ziegelhohlsteindecke?

Wählen Sie den Anlass aus.

Welche Feuerwiderstandsklasse wird gefordert?

Die geforderte Klasse bestimmt den Schichtaufbau.

Um welchen Objekttyp handelt es sich?

Das hilft uns, den Anwendungsfall einzuordnen.

Wie groß ist die Deckenfläche ungefähr?

Eine grobe Schätzung genügt.

Wann soll umgesetzt werden?

Damit wir die Dringlichkeit einordnen können.

In welcher Rolle fragen Sie an?

So erreicht Ihre Anfrage direkt den richtigen Ansprechpartner.

Ergänzende Angaben (optional)

Objekt, Ort oder besondere Anforderungen – alles, was uns hilft.

Fast geschafft – Ihre Kontaktdaten

Wir melden uns i. d. R. innerhalb von 48 Stunden mit einer fachlichen Ersteinschätzung.

Vielen Dank für Ihre Projektanfrage!

Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns i. d. R. innerhalb von 48 Stunden bei Ihnen. Bei dringenden Fragen erreichen Sie uns unter 03941 68760.

Ihre Angaben werden ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet · kostenfrei · unverbindlich
Mineralisch · nichtbrennbar A1DIN 4102 · DIN EN 13501Spezialbetrieb seit 1991
Referenzen

Reale Projekte an anspruchsvollen Konstruktionen

Brandschutzputz an Decken- und Sonderkonstruktionen – umgesetzt an bundesweit bekannten Objekten.
Brandschutzputz an einer Ziegelhohlsteindeckenkonstruktion, Schloss Schwerin
★ Ziegelhohlsteindecke

Schloss Schwerin

Brandschutzputz an einer Ziegelhohlsteindeckenkonstruktion – das Referenzobjekt exakt für dieses Thema. Ertüchtigung im denkmalgeschützten Bestand.
Apple Store Berlin am Kurfürstendamm – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Apple Store Berlin

Brandschutzputz an Stahlkonstruktion in denkmalgeschütztem Gebäude.
Flughafen Berlin-Schönefeld – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Flughafen Schönefeld

Brandschutzputz an Stahlsteinkappen-Deckenkonstruktion.
Leibniz Universität Hannover (Welfenschloss) – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Universität Hannover

Brandschutzputz an Betonrippendeckenkonstruktion.
Lessingtheater Wolfenbüttel – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Lessingtheater Wolfenbüttel

Brandschutzputz an Holzdeckenkonstruktion.
BG Klinikum Duisburg – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Neurologie Duisburg – BG Klinikum

Brandschutzputz an Trapezkonstruktion.
Weitere Referenzen nennen wir Ihnen gern projektbezogen.

Typische Anwendungsfälle bei Ziegelhohlsteindecken

In diesen Situationen werden wir häufig beauftragt – mit einer nachweisfähigen und wirtschaftlichen Lösung.

Altbau und Gründerzeit

Bestandsdecken ohne gültigen Brandschutznachweis.

Denkmalgeschützte Gebäude

Erhalt der Bestandsdecke statt Ersatz – ohne schwere Bekleidung.

Nutzungsänderung im Bestand

Umnutzung erzwingt eine höhere Feuerwiderstandsklasse.

Schulen, Kitas, Verwaltung

Öffentliche Gebäude mit erhöhten Anforderungen.

Wohnungsbau im Bestand

Wirtschaftliche Ertüchtigung großer Deckenflächen.

Begrenzte statische Reserven

Sehr geringe Zusatzlast von ca. 5–6 kg/m² bei F-90.

Auflagen von Prüfingenieuren

Forderung nach zusätzlichem Nachweis oder Ertüchtigung.

Kellerdecken im Bestand

Ertüchtigung der Deckenuntersicht ohne Eingriff in den Fußbodenaufbau.
Fachwissen

Brandschutz an Ziegelhohlsteindecken – Antworten auf typische Planerfragen

Die häufigsten Fragestellungen rund um Brandschutznachweis, Feuerwiderstand und Ertüchtigung im Bestand.

Ziegelhohlsteindecke auf F90 ertüchtigen

Für die Feuerwiderstandsklasse F-90 genügen bereits 25 mm mineralischer Brandschutzputz – bei nur ca. 5–6 kg/m² Zusatzlast. Die Bestandsdecke bleibt erhalten.

Warum Plattensysteme an Hohlziegeln scheitern

Die Deckenuntersicht besteht aus dünnwandigen Hohlziegeln: Bohrungen sind nur sehr eingeschränkt möglich, Dübel und Anker halten häufig nicht ausreichend und die Ziegel können beschädigt werden. Der Spritzputz haftet dagegen vollflächig – ganz ohne Bohrungen.

Brandschutznachweis für Ziegelhohlsteindecken

Ziegelhohlsteindecken gelten häufig als Sonderkonstruktion. Die Nachweisführung wird projektbezogen mit Planer, Prüfingenieur und Sachverständigem abgestimmt.

Geringe Zusatzlast auf Bestandsdecken

Mit ca. 5–6 kg/m² bei F-90 ist die Zusatzlast sehr gering – entscheidend, wenn die statischen Reserven begrenzt sind.

Feuerwiderstand einer Ziegelhohlsteindecke

Der Feuerwiderstand hängt von Aufbau, Ziegelgeometrie und Bewehrung ab. Reicht er nicht aus, stellt die mineralische Schutzschicht die Zielklasse her.

Bestandsdecke ertüchtigen ohne Abhangdecke

Der Putz wird direkt auf die Deckenuntersicht aufgetragen. Raumhöhe bleibt erhalten, der Ausbau bleibt frei planbar.

Denkmalschutz und Brandschutz vereinen

Die Bestandsdecke bleibt erhalten. Der Spritzauftrag folgt der vorhandenen Geometrie und ermöglicht ein fugenloses Finish.

Haftgrund und Verbund

Die gereinigte Deckenkonstruktion wird mit systemzugelassenem Haftgrund grundiert, der Putz anschließend nass in nass aufgetragen.

Mineralischer Putz statt reaktiver Beschichtung

Der Putz wirkt über eine definierte Schichtdicke, nicht über eine aufschäumende Reaktion – und unterliegt keiner reaktionsbedingten Alterung.

Brandschutz, Schallschutz und Wärmedämmung

Der mineralische Putz wirkt in einem Arbeitsgang zugleich als Brandschutz-, Schallschutz- und Wärmedämmputz.
Häufige Fragen

Antworten für Planer, Prüfingenieure & Bauherren

Für die Feuerwiderstandsklasse F-90-A genügen 25 mm. Für F-30-A sind es 15 mm, für F-60-A 20 mm (KEMATHERM-Datenblatt Deckenkonstruktionen, DOSSOLAN Thermique).

Die Unterseite besteht aus dünnwandigen Hohlziegeln. Bohrungen sind nur sehr eingeschränkt möglich, Befestigungen halten häufig nicht ausreichend und die Ziegel können dabei beschädigt werden. Der mineralische Brandschutzputz haftet dagegen vollflächig über den systemzugelassenen Haftgrund – ohne Unterkonstruktion und ohne flächige Befestigung.

Das Flächengewicht liegt bei F-90 bei ca. 5–6 kg/m². Der Putz hat eine geringe Rohdichte von ca. 250 kg/m³ und ist damit eines der leichtesten Systeme seiner Art.

Nein. Der mineralische Brandschutzputz besteht aus Schlackenwolle mit Zement als Bindemittel und ist in die Baustoffklasse A1 (nichtbrennbar) nach DIN 4102-1 eingestuft.

Die gereinigte Deckenkonstruktion wird mit systemzugelassenem Haftgrund grundiert. Anschließend wird der Putz nass in nass im Spritzverfahren aufgetragen.

Nein. Der Brandschutzputz wird direkt auf die Deckenuntersicht aufgetragen und folgt der vorhandenen Geometrie. Nachgelagerte Installationsdecken können unabhängig davon geplant werden.

Ja. Jegliche Formen und Applikationen sind im Spritzverfahren möglich. Der Auftrag folgt der Deckengeometrie, Anschlüsse werden nachgearbeitet.

Die tragende Bestandsdecke bleibt erhalten und muss nicht ersetzt werden. Schloss Schwerin ist ein Referenzobjekt für Brandschutzputz an einer Ziegelhohlsteindeckenkonstruktion.

Je nach Schichtdicke sind Feuerwiderstandsklassen von F-30 bis F-120 und höher möglich. Die erforderliche Schichtdicke richtet sich nach Konstruktion und Nachweisführung.

Das eingesetzte Putzsystem verfügt über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt (Z-19.16-345 für DOSSOLAN Thermique). Sie bezieht sich auf Bauteile aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton – die Nachweisführung für Ihre Deckenkonstruktion stimmen wir projektbezogen ab.

Ja. Sind innerhalb der Deckenkonstruktion Stahlträger vorhanden, können diese nach Anforderung mit demselben mineralischen Brandschutzputzsystem beschichtet werden.

Maßgeblich sind DIN 4102 (Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen) sowie DIN EN 13501 (europäische Klassifizierung). F 90 nach DIN 4102-2 entspricht REI 90 nach DIN EN 13501-2. Die konkrete Einordnung erfolgt projektbezogen.

Die Anschlüsse werden mit der Kelle nachgearbeitet, die Oberfläche mit der Rolle nachbehandelt und die Mineralfasern dabei verdichtet. Das Ergebnis ist ein fugenloses und hohlraumfreies Finish.

Der Putz wird als Sackware angeliefert, in der Maschine aufbereitet und über Förderschläuche bis zu 200 Meter zum Einsatzort transportiert – ein Vorteil bei schwer zugänglichen Bauteilen.

Ein Montageteam aus zwei Personen bearbeitet je nach Objektbedingungen etwa 200 bis 300 m² Deckenfläche pro Woche. Nach technischer Prüfung erhalten Sie einen realistischen Ausführungszeitraum.

Die Kosten richten sich nach Deckenkonstruktion, Fläche, geforderter Feuerwiderstandsklasse und objektspezifischen Randbedingungen. Auf Basis Ihrer Projektangaben erstellen wir eine belastbare Einschätzung.

Ja. Schichtdicken und Ausführung werden dokumentiert, sodass der Brandschutznachweis nachvollziehbar und prüfbar bleibt.

KEMATHERM ist seit 1991 als Spezialbetrieb für Brandschutz, Wärmedämmung und Schallakustik tätig und setzt Projekte bundesweit um.

Brandschutz für Ziegelhohlsteindecken sicher und wirtschaftlich lösen

Fehlende Nachweise, begrenzte Tragreserven oder neue Anforderungen an F30, F60 oder F90 müssen kein Projektrisiko werden.
Mineralischer Brandschutzputz ermöglicht die Ertüchtigung im Bestand mit sehr geringer Zusatzlast, nichtbrennbarem Material und dokumentierter Ausführung.

Kostenfreie Ersteinschätzung für Planer, Prüfingenieure, Sachverständige und Bauherren.

KEMATHERM Halberstadt GmbH – Spezialbetrieb für Brandschutz, Wärmedämmung und Schallakustik. Brandschutztechnische Ertüchtigung von Bestandsdecken, bundesweit.

Kontakt

Rechtliches

ImpressumDatenschutzRegistergericht Stendal · HRB 18725
© 2026 KEMATHERM Halberstadt GmbH
Made with 🤍 by Greenstein.Design