Brandschutztechnische Ertüchtigung · Holzbalkendecken

Brandschutz für
Holzdecken

Wenn Holzbalkendecken den geforderten Feuerwiderstand nicht erreichen oder brandschutztechnisch nicht nachweisbar sind.
Mineralischer Brandschutzputz im Spritzverfahren – F90 B bei mindestens 38 mm Putzdicke über dem Putzträger.
KlasseF90 BKlasseF120 B
Antwort i. d. R. innerhalb 48 h · kostenfrei & unverbindlich
F90 B oder F120 B nach Prüfzeugnis
Mineralisch · nichtbrennbar (A1)
Ohne schwere abgehängte Brandschutzdecke
Bundesweit seit 1991
Das Problem

Warum Holzdecken heute häufig brandschutztechnisch ertüchtigt werden müssen

Holzbalkendecken sind tragend und zugleich brennbar. In vielen Bestandsgebäuden lässt sich der geforderte Feuerwiderstand deshalb weder nachweisen noch ohne Eingriff erreichen.
Besonders bei Sanierungen, Nutzungsänderungen, Dachgeschossausbauten und nach Brandschäden entstehen Nachweis- und Ausführungsprobleme, die technisch und wirtschaftlich gelöst werden müssen.
Brandschutznachweis für die Bestands-Holzbalkendecke fehlt
Feuerwiderstand F90 B oder F120 B wird nicht erreicht
Nutzungsänderung oder Dachgeschossausbau erzwingt neue Anforderungen
Auflagen von Prüfingenieuren und Sachverständigen
Brandgeschädigte Holzbalken nach einem Schadensereignis
Schwere Abhangdecken kosten Raumhöhe, Tragreserve und Bauzeit

Die eigentliche Herausforderung

Die Holzbalkendecke soll erhalten bleiben – und trotzdem eine definierte Feuerwiderstandsdauer erreichen. Schwere Brandschutzbekleidungen und abgehängte Unterkonstruktionen kosten dabei genau das, was im Bestand am knappsten ist: Raumhöhe, Tragreserve und Bauzeit.
Die Lösung

Brandschutzertüchtigung von Holzdecken mit mineralischem Brandschutzputz

Viele Holzbalkendecken erreichen die geforderten Feuerwiderstandsklassen nicht oder lassen sich brandschutztechnisch nicht ausreichend nachweisen – ohne dass die Decke ersetzt werden soll.
Der Brandschutzputz wird auf einem Putzträger aus feuerverzinktem Rippenstreckmetall aufgebracht. Der Putzträger wird direkt an der Holzbalkenkonstruktion befestigt und bildet die tragfähige Aufnahme für die mineralische Brandschutzputzbekleidung. Die Mindestputzdicke wird über dem Putzträger gemessen; profilfolgende und glatte Flächen sind gleichermaßen möglich.
Der Putz besteht aus Schlackenwolle mit Zement als Bindemittel und ist als Baustoff nichtbrennbar (Klasse A1). Er schützt die tragende Holzkonstruktion – und bringt Schallschutz und Wärmedämmung im selben Arbeitsgang mit.
Nichtbrennbar A1Ohne schwere abgehängte BrandschutzdeckeBrandschutz + Schallschutz + Wärmedämmung
Putzträger aus feuerverzinktem Rippenstreckmetall an einer Holzbalkendecke montiert

Streckmetall als Putzträger

Das feuerverzinkte Rippenstreckmetall wird zugeschnitten und an der Holzkonstruktion befestigt. Anschließend kann je nach Nutzung und Bedarf eine Abhangdecke ohne Anforderung an den Brandschutz montiert werden

Systemdaten

Systemdaten für Holzdeckenkonstruktionen

Die erforderliche Putzdicke richtet sich nach der geforderten Feuerwiderstandsklasse und wird über dem Putzträger gemessen. Alle Systemwerte gemäß allgemeinem bauaufsichtlichem Prüfzeugnis P 3008/9347 MPA BS und den zugehörigen Herstellerunterlagen.
Putzdicke F90 B

38 mm

Mindestputzdicke über dem Putzträger für die Feuerwiderstandsklasse F90 B.
Putzgewicht F90 B

15–18 kg/m²

Reines Putzgewicht bei F90 B, zuzüglich Putzträger und Befestigung.
Rohdichte

400–480 kg/m³

Rohdichte im Gebrauchszustand gemäß Prüfzeugnis.
FeuerwiderstandsklasseSchichtdicke
F90 Bmind. 38 mm
F120 Bmind. 60 mm
Maßgeblich ist das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis P 3008/9347 MPA BS für Holzbalkendecken mit unterseitiger Bekleidung aus DOSSOLAN 3000. Es gilt für den geprüften Deckenaufbau – u. a. mit definierten Balkenabmessungen und -abständen, oberer Abdeckung aus Hobeldielen, brandschutztechnisch erforderlichem Fußbodenaufbau, unterseitigem Putzträger und festgelegter Putzdicke. Die Eignung des vorhandenen Deckenaufbaus und die Übereinstimmung mit dem geprüften System werden projektbezogen geprüft.
So funktioniert's

Von der Bestandsdecke zur nachweisfähigen Brandschutzlösung

01

Bestand aufnehmen

Deckenaufbau, Balkenlage, Schadensbild und geforderte Feuerwiderstandsklasse werden erfasst und bewertet.
02

Deckenaufbau anpassen

Fenster, Einrichtung und Fußboden werden geschützt. Beschädigte Bereiche werden mit passgenauen OSB-Platten an die Bestandsbalken angearbeitet.
03

Putzträger montieren

Feuerverzinktes Rippenstreckmetall wird zugeschnitten und mit dem Schussgerät an der Deckenkonstruktion befestigt.
04

Spritzauftrag & Finish

Auftrag im Spritzverfahren, Nachglätten der Wand- und Deckenanschlüsse, Oberflächennachbehandlung mit der Rolle – inklusive Schichtdickenkontrolle und Dokumentation.
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Ihre Projektanfrage – in wenigen Schritten

Beantworten Sie ein paar kurze Fragen zu Ihrer Deckenkonstruktion. Wir melden uns mit einer fachlichen Ersteinschätzung.
Schritt 1 von 812 %

Warum beschäftigen Sie sich aktuell mit der Holzdecke?

Wählen Sie den Anlass aus.

Welche Feuerwiderstandsklasse wird gefordert?

Die geforderte Klasse bestimmt den Schichtaufbau.

Um welchen Objekttyp handelt es sich?

Das hilft uns, den Anwendungsfall einzuordnen.

Wie groß ist die Deckenfläche ungefähr?

Eine grobe Schätzung genügt.

Wann soll umgesetzt werden?

Damit wir die Dringlichkeit einordnen können.

In welcher Rolle fragen Sie an?

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Mineralisch · nichtbrennbar A1DIN 4102 · DIN EN 13501Referenzen: Lessingtheater Wolfenbüttel u. a.
Referenzen

Reale Projekte an anspruchsvollen Konstruktionen

Brandschutzputz an Decken- und Sonderkonstruktionen – umgesetzt an bundesweit bekannten Objekten.
Lessingtheater Wolfenbüttel – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH
★ Holzdeckenkonstruktion

Lessingtheater Wolfenbüttel

Brandschutzputz an einer Holzdeckenkonstruktion – das Referenzobjekt exakt für dieses Thema. Ertüchtigung einer anspruchsvollen Bestandsdecke in denkmalgeschützter Substanz.
Schweriner Schloss – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Schloss Schwerin

Brandschutzputz an Ziegelhohlsteindeckenkonstruktion.
BG Klinikum Duisburg – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Neurologie Duisburg – BG Klinikum

Brandschutzputz an Trapezkonstruktion.
Leibniz Universität Hannover (Welfenschloss) – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Universität Hannover

Brandschutzputz an Betonrippendeckenkonstruktion.
Apple Store Berlin am Kurfürstendamm – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Apple Store Berlin

Brandschutzputz an Stahlkonstruktion in einem denkmalgeschützten Gebäude.
Flughafen Berlin-Schönefeld – Referenzobjekt der Kematherm Halberstadt GmbH

Flughafen Schönefeld

Brandschutzputz an Stahlsteinkappen-Deckenkonstruktion.
Weitere Referenzen nennen wir Ihnen gern projektbezogen.

Typische Anwendungsfälle bei Holzdecken

In diesen Situationen werden wir häufig beauftragt – mit einer nachweisfähigen und wirtschaftlichen Lösung.

Holzbalkendecken im Altbau

Gründerzeit- und Fachwerkbestand ohne gültigen Brandschutznachweis.

Kellerdecken über Holzbalken

Ertüchtigung der Deckenuntersicht ohne Eingriff in den Fußbodenaufbau.

Dachgeschossausbau

Neue Nutzung erzwingt eine höhere Feuerwiderstandsklasse der Trenndecke.

Nutzungsänderung im Bestand

Umnutzung von Wohnen zu Gewerbe, Büro oder Beherbergung.

Sanierung nach Brandschaden

Beschädigte Balkenlage wird instandgesetzt und brandschutztechnisch ertüchtigt.

Denkmalgeschützte Substanz

Erhalt der Tragstruktur statt Ersatz der Decke.

Schulen, Kitas, Verwaltung

Öffentliche Gebäude mit erhöhten Anforderungen an den Feuerwiderstand.

Wohnungsbau im Bestand

Wirtschaftliche Ertüchtigung großer Deckenflächen im bewohnten Bestand.
Fachwissen

Brandschutz an Holzdecken – Antworten auf typische Planerfragen

Die häufigsten Fragestellungen rund um Brandschutznachweis, Feuerwiderstand und Ertüchtigung im Bestand.

Holzbalkendecke auf F90 B ertüchtigen

Für F90 B wird eine Mindestputzdicke von 38 mm über dem Putzträger aus Rippenstreckmetall aufgebracht, für F120 B mindestens 60 mm. Die tragende Holzkonstruktion bleibt erhalten.

Brandschutznachweis für Holzdecken

Für Holzbalkendecken mit unterseitiger Bekleidung aus DOSSOLAN 3000 liegt das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis P 3008/9347 MPA BS vor. Die Übereinstimmung des vorhandenen Deckenaufbaus mit dem geprüften System wird projektbezogen geprüft.

Brandschutzputz auf Holz – funktioniert das?

Der Putz wird nicht direkt auf das Holz, sondern auf einen daran befestigten Putzträger aus feuerverzinktem Rippenstreckmetall aufgetragen. Der Putz selbst ist nichtbrennbar (A1).

Feuerwiderstand einer Holzbalkendecke

Der Feuerwiderstand hängt von Querschnitt, Beplankung und Deckenaufbau ab. Reichen die Reserven nicht, stellt die mineralische Schutzschicht die geforderte Klasse her.

Streckmetall als Putzträger

Das feuerverzinkte Rippenstreckmetall wird mit dem Schussgerät befestigt, bildet die tragfähige Aufnahme für die Putzbekleidung und ermöglicht profilfolgende wie glatte Flächen – ohne schwere abgehängte Unterkonstruktion.

Holzdecke ertüchtigen ohne schwere abgehängte Unterkonstruktion

Direkte Ertüchtigung der Bestandsdecke mit Putzträger, ohne schwere abgehängte Unterkonstruktion. Die Raumhöhe bleibt weitgehend erhalten, der nachfolgende Ausbau bleibt frei planbar.

Brandschutz, Schallschutz und Wärmedämmung

Der mineralische Putz wirkt in einem Arbeitsgang zugleich als Brandschutz-, Schallschutz- und Wärmedämmputz.

Brandschadensanierung an Holzdecken

Brandgeschädigte Bestandsbalken werden mit passgenauen OSB-Platten angearbeitet, bevor Putzträger und Brandschutzputz aufgebracht werden.

Kellerdecke aus Holzbalken F90

Kellerdecken über Holzbalkenlagen lassen sich von unten ertüchtigen – ohne Eingriff in den darüberliegenden Fußbodenaufbau.

Denkmalschutz und Brandschutz

Die tragende Holzkonstruktion bleibt erhalten. Der Putz folgt der vorhandenen Geometrie und ermöglicht ein fugenloses Finish.
Häufige Fragen

Antworten für Planer, Prüfingenieure & Bauherren

Ja. Der Putz wird nicht direkt auf das Holz aufgetragen, sondern auf einen Putzträger aus feuerverzinktem Rippenstreckmetall, der an der Holzdeckenkonstruktion befestigt wird. Die Brandschutzertüchtigung ist an Holzdeckenkonstruktionen möglich.

Für die Feuerwiderstandsklasse F90 B beträgt die Mindestputzdicke 38 mm über dem Putzträger, für F120 B sind es mindestens 60 mm (allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis P 3008/9347 MPA BS).

Das reine Putzgewicht liegt bei F90 B bei ca. 15–18 kg/m², zuzüglich Putzträger und Befestigung. Die Rohdichte im Gebrauchszustand beträgt 400 bis 480 kg/m³. Das objektspezifische Flächengewicht richtet sich nach Putzdicke, Rohdichte, Putzträger und Befestigung.

Nein. Der mineralische Brandschutzputz besteht aus Schlackenwolle mit Zement als Bindemittel und ist in die Baustoffklasse A1 (nichtbrennbar) nach DIN 4102-1 eingestuft.

Für Holzbalkendecken mit unterseitiger Bekleidung aus DOSSOLAN 3000 liegt das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis P 3008/9347 MPA BS vor (F90 B und F120 B). Es gilt für den geprüften Deckenaufbau; die Eignung des vorhandenen Deckenaufbaus und die Übereinstimmung mit dem geprüften System werden projektbezogen geprüft.

Nein. Der Putz wird auf den direkt an der Holzbalkenkonstruktion befestigten Putzträger aufgebracht. Eine schwere abgehängte Brandschutzdecke entfällt, die Raumhöhe bleibt weitgehend erhalten.

Das feuerverzinkte Rippenstreckmetall wird passgenau zugeschnitten und mit einem Schussgerät an der Deckenkonstruktion befestigt. Profilfolgende und glatte Flächen sind gleichermaßen möglich.

Beschädigte Bereiche des Deckenaufbaus werden vorab instandgesetzt: Neue OSB-Platten werden passgenau an die Bestands-Holzbalken angepasst und montiert, bevor der Putzträger folgt.

Ja. Es handelt sich um einen Brandschutz-, Schallschutz- und Wärmedämmputz. Alle drei Funktionen entstehen in einem Arbeitsgang.

Maßgeblich sind DIN 4102 (Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen) sowie DIN EN 13501 (europäische Klassifizierung). F 90 nach DIN 4102-2 entspricht REI 90 nach DIN EN 13501-2. Die konkrete Einordnung erfolgt projektbezogen.

Die Anschlüsse werden mit der Kelle nachgearbeitet, die Oberfläche wird mit der Rolle nachbehandelt und die Mineralfasern dabei verdichtet. Das Ergebnis ist ein fugenloses und hohlraumfreies Finish.

Fenster, Einrichtungsgegenstände und der Fußboden werden vorab geschützt. Das Material kommt trocken als Sackware auf die Baustelle; trockene Rückstände lassen sich einfach aufnehmen.

Der Putz wird in der Maschine aufbereitet und über Förderschläuche bis zu 200 Meter zum Einsatzort transportiert. Das ist besonders bei schwer zugänglichen Bauteilen von Vorteil.

Ein Montageteam aus zwei Personen bearbeitet je nach Objektbedingungen etwa 200 bis 300 m² Deckenfläche pro Woche. Nach technischer Prüfung erhalten Sie einen realistischen Ausführungszeitraum.

Die Kosten richten sich nach Deckenkonstruktion, Fläche, geforderter Feuerwiderstandsklasse und objektspezifischen Randbedingungen. Auf Basis Ihrer Projektangaben erstellen wir eine belastbare Einschätzung.

Ja. Schichtdicken und Ausführung werden dokumentiert, sodass der Brandschutznachweis nachvollziehbar und prüfbar bleibt.

KEMATHERM ist seit 1991 als Spezialbetrieb für Brandschutz, Wärmedämmung und Schallakustik tätig und setzt Projekte bundesweit um.

Brandschutz für Holzdecken sicher und wirtschaftlich lösen

Fehlende Nachweise, brandgeschädigte Balken oder neue Anforderungen an F90 B oder F120 B müssen kein Projektrisiko werden.
Mineralischer Brandschutzputz ermöglicht die brandschutztechnische Ertüchtigung von Holzdecken mit nichtbrennbarem Material, ohne schwere abgehängte Brandschutzdecke und mit dokumentierter Ausführung.

Kostenfreie Ersteinschätzung für Planer, Prüfingenieure, Sachverständige und Bauherren.

KEMATHERM Halberstadt GmbH – Spezialbetrieb für Brandschutz, Wärmedämmung und Schallakustik. Brandschutztechnische Ertüchtigung von Bestandsdecken, bundesweit.

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